Termine

Wir treffen uns etwa dreimal im Jahr in Biberach zum Gedankenaustausch und zu Vorträgen.

Außerdem gibt es zusätzliche Termine vor Ort in der Region und Exkursionen.


Die nächsten Termine: 

  

 

Mittwoch, 9. Oktober 2019

um 19:00 Uhr, im TG-Heim in Biberach, Adenauerallee 11

 

Tagesordnung

 

 

 

1. Aktuelles aus der IG-Heimatforschung

 

2. Anton Schranz - ein armer Bauernbub aus Ochsenhausen begründet eine Malerdynastie auf Malta.

 

     Ein spannendes Projekt für die Heimatforschung.

 

3. Forschungsprojekt zur NS-Euthanasie im Kreis Biberach.

 

4. Ludwig Zimmermann - Buchvorstellung Band 2 seiner Lebenserinnerungen

 

5. Verschiedenes

    500 Jahre Bauernkrieg

 

6. Austausch und Gespräche im kleinen Kreis

 

  

zu 2. Anton Schranz

 

Anton Schranz wurde 1769, also vor 250 Jahren,  als Sohn armer Bauern in Ochsenhausen geboren. Sein nicht mehr erhaltenes Geburtshaus befand sich in der Alten Straße 10 in Ochsenhausen. Anschließend verliert sich seine Spur und begegnet uns erst 25 Jahre später wieder auf der Baleareninsel Menorca und ab 1818 auf Malta. Er ist inzwischen zu einem bedeutenden Marinemaler geworden  und begründete eine Malerdynastie. Unter seinen Nachkommen auf Malta sind auch heute ein paar Maler.

 

Für die Zeit zwischen seiner Geburt und seinem Aufenthalt auf Menorca ist wenig bekannt. Das wäre ein interessantes Thema für die Heimatforschung.

 

Derzeit zeigt eine Sonderausstellung zu seinem 250. Geburtstag im Klostermuseum Ochsenhausen rund 50 Arbeiten von Anton Schranz und seiner Nachkommen. Fast alle gezeigten Bilder kommen als Leihgaben aus Malta. Die Ausstellung ist bis zum 27. Oktober zu sehen und von Dienstag bis Sonntag jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

 

In den Heimatkundlichen Blättern der Gesellschaft für Heimatpflege Biberach ist in Heft 2 des Jahrgangs 1985 ein Artikel über Anton Schranz

 

http://www.gfh-biberach.de/archiv

 

 

 

zu 3. NS-Euthanasie

 

40 Kilometer von Biberach begann vor 80 Jahren das erste industrielle Ermorden in der Menschheitsgeschichte.

 

In Grafeneck bei Münsingen wurde eine Tötungsanstalt mit Gaskammer und Krematorien eingerichtet, und über 10'600 behinderte Menschen wurden ermordet.

 

Menschen aus fast jeder Gemeinde im Kreis Biberach waren unter den Opfern. Doch nur wenig wird an sie erinnert.

 

Vieles wurde schon erforscht, doch wir Heimatforscher können diese Forschungen ergänzen und diesen Opfern aus unseren Dörfern und Städten wieder Namen, Geschichte und Gesicht geben, wir können würdevoll an sie erinnern.

 

Fragt die Menschen bei euch vor Ort, was sie von den Bussen wissen, die die Opfer nach Grafeneck transportiert haben, was im Ort bekannt ist über Opfer. Über manches Tabu kann jetzt nach 80 Jahren eher gesprochen werden, auch in den Familien.

 

Wir geben erste Hinweise, wie wir Heimatforscher hier weiterforschen können.

 

Es gibt viel Literatur zur Thematik und im Internet kann viel gefunden werden. Hier nur zwei Beispiele von lokalen Initiativen:

 

Aus dem Raum München:

 

http://www.ns-euthanasie-aufarbeitung.de

 

Aus dem Raum Freiburg:

 

https://www.fhgev.de/gruppen/ak-ns-euthanasie-und-ausgrenzung.html

 

Und die Gedenkstätte Grafeneck:

 

http://www.gedenkstaette-grafeneck.de

 

 

 

zu 4.: Ludwig Zimmermann Buchvorstellung

 

Ludwig Zimmermann, 1938 in Baustetten geboren, hatte in unserer Runde bereits den ersten Band seiner "Erzählten Lebenserinnerungen" vorgestellt. Nun stellt er den zweiten Band vor, die Jahre 1952 bis 1968.

 

Dies umfasst die Jahre an der LOS (Lehreroberschule) in Saulgau, das Studium am Pädagogischen Institut (PI) in Weingarten und die Junglehrerzeit in Schwendi und Laupheim.

 

Es ergeben sich spannende Einblicke in das schulische und studentische Leben der 1950er und 1960er Jahre. Ludwig Zimmermann stellt dabei auch immer historische Bezüge und Einordnungen her. Es sind nicht nur Erzählungen sondern es ist gelichzeitig Geschichtsbuch.

 

 

 

zu 6. Austausch

 

Bei den Treffen der IG-Heimatforschung war es immer wichtig, dass nach der offiziellen Tagesordnung noch Raum bleibt für persönliche Kontakte und Gespräche und den Austausch in kleiner Runde. Dieses Netzwerken ("networking") ist genauso wichtig wie Vorträge und wird von der Teilnehmerschaft sehr geschätzt.

 

Nach den Vorträgen ist uns Zeit für Erfahrungsautausch wichtig.